letze Änderung:
 31 Januar, 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Pflegeeltern sein –

eine Aufgabe für Sie?
 

Der kleine Sven, ein strahlender Blondschopf von sechs Jahren, lacht immer öfter von Herzen. Seit er Ruhe, Zuwendung und Aufmerksamkeit bei seiner neuen Familie gefunden hat, lernt er täglich neue Fähigkeiten und Verhaltensmuster. Er entwickelt sich schon jetzt, nach ein paar Monaten, zu einem Jungen, mit neuen Chancen im Leben.
 

So wie Sven könnte es noch vielen Kindern gehen – wenn sich noch neue Pflegeeltern melden würden.
 

Möchten sie gerne ein Kind in Ihre Familie aufnehmen? 

Dann erhalten Sie hier erste Infos zu häufig gestellten Fragen:
 

Welche Pflegearten gibt es?

Einmal gibt es die Vollzeitpflege oder Dauerpflege. Diese Art der Hilfe stützt sich auf Familien, die bereit sind, ein Kind bei sich aufzunehmen, dessen Eltern vorübergehend oder auf lange Sicht ihrer Erziehungsaufgabe nicht nachkommen können. Ziel dieser Pflegeart ist es, das Kind in die Herkunftsfamilie zurückzuführen, wenn sich dort die Situation in einem für das Kind vertretbaren Zeitraum wieder stabilisiert haben sollte. Viele Pflegeverhältnisse dauern aber auch bis zur Volljährigkeit des Kindes.

Bei der Kurzzeit- oder Bereitschaftspflege handelt es sich um eine familienergänzende Pflege, bei der Kinder oder Jugendliche auf Grund akuter Not- und Krisensituationen schnell und für einen kurzen Zeitraum in Pflegefamilien untergebracht werden müssen.

 

Was bedeutet die Entscheidung, ein Pflegekind aufzunehmen?

Die Aufnahme in einer Pflegefamilie ist ein tiefgreifender Einschnitt in das Leben eines Kindes. Sie bringt aber auch für die aufnehmende Familie weitreichende Veränderungen mit sich. Eine so grundlegende Entscheidung muss deshalb von der ganzen Familie mit getragen werden. Fragen wie “Wie wird das Pflegekind von den eigenen Kindern angenommen?” oder “Können wir mit möglicherweise schwierigen und belastenden Verhaltensformen des Pflegekindes umgehen?” müssen ausreichend bedacht werden. Lassen Sie sich deshalb Zeit, informieren Sie sich, besuchen Sie einen Vorbereitungskurs und treffen Sie dann in Ruhe Ihre Entscheidung.

 

Wozu brauche ich einen Vorbereitungskurs?

Viele Eltern stellen sich diese Frage, da sie ja schon auf Erfahrungen mit der Erziehung ihrer eigenen Kinder zurückblicken können. Die langjährige Erfahrung zeigt aber, dass die Aufnahme eines Pflegekindes immer spezifische Probleme und Schwierigkeiten mit sich bringt. In einem Vorbereitungskurs werden angehende Pflegeeltern von Fachkräften, aber auch von erfahrenen Pflegeeltern darüber informiert. Nur wenn Sie wissen, was auf Sie zukommt, sind Sie auch in der Lage, eine bewusste Entscheidung für oder gegen die Aufnahme eines Kindes zu fällen.
Zudem wird in diesem Kurs notwendiges Wissen vermittelt, das im Alltag einer Familie ohne Pflegekinder nicht von Bedeutung ist. Pflegefamilien erziehen im “öffentlichen Auftrag” – ein großer Unterschied zur Privatsphäre einer gewachsenen Familie. Sie sollten offen sein für Kontakte mit der Herkunftsfamilie und zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.

 

Sind wir als Pflegefamilie überhaupt geeignet?

Ein Pflegekind erfordert Zuwendung, Geduld und Zeit. Ein fester familiärer Bezugsrahmen ist für die weitere Entwicklung des Kindes besonders wichtig. Dies sollte auch bei der Überlegung berücksichtigt werden, ob und inwieweit beide Eltern nach Aufnahme eines Kindes noch berufstätig bleiben können.

Die Wohnverhältnisse sollten dem Kind genügend Platz zum Wohnen und Spielen bieten. Die finanzielle Situation der Pflegeeltern sollte geregelt und überschaubar sein.

 

Wie bekomme ich ein Kind vermittelt?

Wenden Sie sich zunächst an das für Sie zuständige Jugendamt Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises. In Gesprächen mit den Sozialarbeitern des Jugendamtes wird dann Ihre Eignung als Pflegefamilie festgestellt. Nach dieser so genannten “Eignungsfeststellung” können Sie sich bei jeder Vermittlungsstelle unter Vorlage der nötigen Unterlagen um ein Kind bewerben.
Die Liste der Vermittlungsstellen finden Sie unter “Jugendämter”.

 

Wie ist der Unterhalt des Kindes geregelt?

Die Pflegefamilie erhält mit der Aufnahme eines Kindes Pflegegeld. Eine Staffelung der Pauschalbeträge nach Altersgruppen soll dem unterschiedlichen Unterhaltsbedarf Rechnung tragen. Über diese Pauschalbeträge hinaus können weitere Kosten für besondere Ereignisse (z. B. Erstlingsausstattung, Einschulung, Urlaubsfahrt) oder für begründete Maßnahmen (z. B. heilpädagogische Kosten) gewährt werden.


 

Auch wir vom PFAD für Kinder - Nürnberg/ Fürth e.V. helfen Ihnen gerne weiter!

Wenn Sie sich für die Aufnahme eines Pflegekindes interessieren, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir beraten in persönlichen Gesprächen und bieten Ihnen neben umfangreicher Literatur auch den Austausch mit erfahrenen Pflegeeltern.

  vorstand@pflegeeltern-nuernberg-fuerth.de

 

 

 

 

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